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Vorbild

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg nimmt bei den Bemühungen um die Reduzierung von körpernahen Fixierungen in Pflegeheimen eine Vorreiterrolle ein. Durch das von der Landesstiftung Baden-Württemberg geförderte Projekt PräFix wurden flächendeckend kostenfreie Schulungen angeboten, Wissensbestände erarbeitet und verfügbar gemacht. Diese ermöglichen es allen Beteiligten, das Ziel „Nullfixierung“ zu erreichen. Damit über den Projektzeitraum hinaus die erreichten Erfolge gesichert werden können und weiterhin die Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen von allen Beteiligten verfolgt wird, erklären die Akteure, sich auf die Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in Baden-Württemberg zu verpflichten:

1. Wir stellen die Menschenwürde und die Lebensqualität auf Pflege

angewiesener Menschen in den Mittelpunkt unseres gemeinsamen Handelns. Fixierungsmaßnahmen tangieren beides.

2. Wir fördern, wo möglich, die Selbstständigkeit und Mobilität

der Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Wir wissen, dass der Erhalt der Mobilität eine der wichtigsten Voraussetzung dafür ist, Sturzgefahren vorzubeugen. Fixierungen, die mit Sturzgefahren begründet werden, entbehren in aller Regel einer fachlichen Berechtigung, da bereits ausreichend Alternativen zur Verfügung stehen.

Wir verwenden freiheitsentziehende Maßnahmen

nur als Ultima Ratio, als letzte Behandlungsmethode bei erheblicher dokumentierter Selbst- oder Fremdgefährdung. Wir sehen sie als ungeeignete Maßnahme zur Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten an.

Wenn wir freiheitsentziehende Maßnahmen ergreifen

und mit verantworten, werden wir sie nur dann und dort einsetzen, wenn und wo alle maßgeblichen ethischen, fachlichen und rechtlichen Gesichtspunkte beachtet und gegeneinander abgewogen wurden. Wir dokumentieren dies und verpflichten uns, unsere Entscheidungen in kurzen Abständen immer wieder zu überprüfen.

5. Wir berücksichtigen bei unseren Entscheidungen

die aktuellen Wissensstände, die für eine menschwürdige und fachlich fundierte Begleitung maßgeblich sind und bilden uns entsprechend fort.

6. Wir sehen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit

aller entscheidungsrelevanten Akteure der Betroffenen, ihrer Angehörigen, den Bevollmächtigten und Betreuern, Pflegekräften, Ärzten, Therapeuten, Gerichten. Wir verpflichten uns zur Zusammenarbeit, um eine Entscheidung im Sinne der Betroffenen herbeizuführen, die ihnen gerecht wird.

7. Für unseren Alltag orientieren wir uns an transparenten

und verbindlichen Leitlinien für unser Handeln. Sie machen ein abgestimmtes Vorgehen möglich und geben Handlungssicherheit im Alltag.

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Landvogtei 6/3
79312 Emmendingen
Tel. 0 76 41/93 09 99-0
Fax 0 76 41/93 09 99-93
mail@haus-am-tor.de

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